Veröffentlichungen

Mit einem Dreiklang aus Klimafolgenmonitoring, Risikoanalyse und Anpassungsstrategie informiert das NIKO zu den Folgen des Klimawandels in Niedersachsen in der Gegenwart und Zukunft sowie zu den Möglichkeiten der Klimaanpassung. Auf dieser Seite stellen wir diese und weitere Veröffentlichungen zum Download bereit. Außerdem gibt hier Veröffentlichungen zu den methodischen Hintergründen.

Klimafolgenmonitoring

Klimafolgen der Vergangenheit werden ausgewertet

Klimarisikoanalyse

Das Risiko der Mitte und des Endes des Jahrhunderts werden analysiert

Anpassungsstrategie an die Folgen des Klimawandels

Auf Basis des Monitorings und der Risikoanalyse werden Anpassungsmaßnahmen geplant

Das Titelbild der Klimarisikoanalyse für Niedersachsen 2025 zeigt die Niedersachsenkarte in Rottönen sowie sieben Themenbilder zu den Themen Küste, Fischerei, Wald, Boden, Gesundheit, Wasserhaushalt und Landwirtschaft

Klimarisikoanalyse für Niedersachsen 2025

Das NIKO hat die Klimarisikoanalyse für Niedersachsen 2025 veröffentlicht. Die Analyse betrachtet 42 Risiken aus den sieben Handlungsfeldern Boden, Landwirtschaft, Fischerei, Wald- und Forstwirtschaft, Küsten- und Meeresschutz, Wasserhaushalt und Wasserwirtschaft sowie Gesundheit und macht dringende Handlungserfordernisse in der Klimaanpassung deutlich.

Die Klimarisikoanalyse wurde vom NIKO gemeinsam mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der Forschungsstelle Küste des NLWKN (NLWKN-FSK), dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA), der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK), der Kommunalen Umwelt-AktioN e. V. (UAN) und der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) sowie vielen weiteren Expert:innen aus Forschung und Praxis erstellt.

Die Analyse ergänzt den Klimafolgenmonitoringbericht für Niedersachsen 2023 und dient als Grundlage, um die Niedersächsische Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels fortzuschreiben.

Daten zu den intensiv betrachteten Indikatoren

In den Handlungsfeldern „Boden“, „Wald- und Forstwirtschaft“ und „Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft“ gibt es intensiv betrachtete Indikatoren. Die dazugehörigen Daten haben wir Ihnen zur Weiterverwendung bereitgestellt. Mit Klick auf den zugehörigen Button können Sie die Dateien als Zip-Ordner herunterladen.

Handlungsfeld Boden
Wassermangel im Boden (LBEG), Verminderte Retentionsleistung der Böden (LBEG), Stoffaustrag vom Boden in das Grundwasser (LBEG), Bodenerosion durch Wasser (LBEG), Bodenerosion durch Wind (LBEG)

Handlungsfeld Wald- und Forstwirtschaft
Trockenstressrisiko im Wald (NW-FVA)

Handlungsfeld Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft
Hochwasser (NLWKN), Vernässung durch Grundwasser (LBEG), Grundwasserhochstand (NLWKN), Niedrigwasser (NLWKN), Grundwasserdürre (LBEG), Grundwassertiefstand (NLWKN), Mangel an Bewässerungswasser (LBEG)

Deckblatt des Berichts "Klimafolgenmonitoringbericht für Niedersachsen 2023". Neben dem Namen des Berichts sind Bilder von Regen, einem ausgetrockneten Boden, Sandsäcken zum Hochwasserschutz, einem Waldboden einem Thermometer und weitere Motive abgebildet.

Klimafolgenmonitoringbericht für Niedersachsen 2023

Erster Klimafolgenmonitoringbericht für Niedersachsen

Das Niedersächsische Kompetenzzentrum Klimawandel (NIKO) hat den ersten Klimafolgenmonitoringbericht für Niedersachsen 2023 veröffentlicht. Der Bericht zeigt anhand zahlreicher Messungen und anhand von 30 Indikatoren, wie der Klimawandel sich auf Niedersachsen auswirkt. Die Erkenntnisse dienen auch dazu, die Niedersächsische Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels, die zuletzt 2021 erschien, 2026 fortzuschreiben.

In den Indikatorenkennblättern zum Klimafolgenmonitoringbericht werden die methodischen Hintergründe zu den Indikatoren aufgelistet und dargestellt.

Niedersächsische Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels 2021

Anpassungsstrategien für 17 Handlungsfelder, die von Klimawandel betroffen sein werden

Im Niedersächsische Klimagesetz (NKlimaG) wurde die Landesregierung dazu verpflichtet, eine Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu erarbeiten und alle fünf Jahre fortzuschreiben. Erste Auswirkungen des Klimawandels sind bereits jetzt in Niedersachsen spürbar: 1,7°C ist die durchschnittliche Temperatur gegenüber 1881 angestiegen. Das Niedersächsische Kompetenzzentrum Klimawandel (NIKO) hat, basierend auf der „Empfehlung für eine niedersächsische Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ aus dem Jahr 2012, die „Niedersächsische Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ erarbeitet.

Klimawirkungsstudie

Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz hat im Jahr 2019 die Klimawirkungsstudie Niedersachsen veröffentlicht. Die Studie bildet eine Datengrundlage für die Anpassung an die Klimafolgen. Die ermittelten Daten belegen, dass der Klimawandel Grundwasser, Böden und Oberflächengewässer in Niedersachsen massiv beeinträchtigt.

Faktenblätter zur Klimawirkungsstudie

Die Faktenblätter basieren auf der und fassen für Interessierte kurz und verständlich die zentralen Ergebnisse der Klimawirkungsstudie (2019) zusammen. Faktenblätter sind zu folgenden Themen verfügbar:

Klimareport Niedersachsen

Fakten bis zur Gegenwart – Erwartungen für die Zukunft

Der Klimareport Niedersachsen gibt einen Überblick über die Klimaentwicklung in Niedersachsen und stellt eine wichtige Wissensgrundlage für Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel in Niedersachsen dar.

Hintergrundliteratur zum Klimawandel in Niedersachsen

Geofakten 39 – Dokumentation der niedersächsischen Klimaprojektionsdaten (LBEG)

In diesem Geofakt werden Grundlagen und Verwendungseinschränkungen der aktuellen Klimaprojektionsdaten für Niedersachsen und Bremen (AR5-NI v2.1) erläutert. Als Datengrundlage dienen Klimamodellensembles für die Treibhausgasszenarien RCP2.6 („Klimaschutz“-Szenario) sowie RCP8.5 („Kein-Klimaschutz“-Szenario) des fünften Sachstandsberichts AR5 des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Diese wurden speziell für Niedersachsen und Bremen aufbereitet und ausgewertet.

Geofakten 43 – Neuausweisung der Klimaregionen Niedersachsens (LBEG)

In diesem Geofakt wird die verwendete Methode zur Ermittlung der Klimaregionen Niedersachsens (Version 2.0) erläutert. Hierbei handelt es sich um eine Überarbeitung der bisher verwendeten Klimaregionen, die unter anderem in der Klimawirkungsstudie 2019 verwendet wurden. Als Datengrundlage wurden 13 klimatische Parameter herangezogen.

Leitlinien zur Interpretation regionaler Klimamodelldaten (Bund-Länder-Fachgespräch)

Die Leitlinien zur Interpretation regionaler Klimamodelldaten erläutern wesentliche Elemente der Klimamodellierung und geben Hinweise über die Nutzung von Klimaprojektionsdaten. Es werden Empfehlungen zur Auswertung von Klimamodelldaten, zu deren Darstellung und zu deren Interpretation gegeben.

Weitere Literatur zu Klimafolgen in Niedersachsen

Entsiegelung in der Klimaanpassung – Leitfaden Teil A: Hintergründe, Vorgehensweisen, bodenschutzfachliche Hinweise (LBEG)

Der GeoBericht widmet sich dem Thema Bodenentsiegelung. Mit dieser Maßnahme können natürliche Bodenfunktionen zurückgewonnen werden. Im ersten Teil des GeoBerichts werden fachliche Grundlagen zu den Themen Versiegelung und Entsiegelung erläutert. Dabei werden u. a. die Funktionen und Leistungen von Böden, die vielfältigen Auswirkungen der Bodenversiegelung sowie die positiven Effekte einer Bodenentsiegelung dargestellt. Anschließend werden relevante rechtliche Grundlagen vorgestellt, die zur Begründung und Umsetzung von Entsiegelungsmaßnahmen genutzt werden können. Im zweiten Teil werden Empfehlungen zur Durchführung von Entsiegelungsmaßnahmen gegeben, von der Konzeption über die Planung bis hin zur praktischen Umsetzung. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf dem schonenden Umgang mit dem Boden, der maßgeblich über den Erfolg oder Misserfolg einer Entsiegelungsmaßnahme entscheidet.

Entsiegelung in der Klimaanpassung – Leitfaden Teil B: Erfassung, Bewertung, praktische Umsetzung

Der vorliegende GeoBericht 53 widmet sich erneut dem Thema Bodenentsiegelung und ergänzt den grundlagenorientierten GeoBericht 52 (KIRCHNER & STADTMANN 2025) um praxisorientierte Instrumente, Bewertungsansätze und Beispiele.

Inhaltlich umfasst der GeoBericht 53 unter anderem Methoden zur Erfassung kommunaler Flächenversiegelung, die Ableitung und Bewertung von Entsiegelungspotenzialen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen, zentrale ökologische und monetäre Effekte von Entsiegelungsmaßnahmen, Steckbriefe bereits umgesetzter Projekte sowie unterstützende Arbeitshilfen für die Praxis.

Zusammen mit dem Entsiegelungskataster.NI liegt damit eine fundierte Informationsgrundlage vor, um Entsiegelung schrittweise in kommunale Planungs- und Entscheidungsprozesse zu integrieren und so einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung sowie zur Bewältigung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu leisten.

Geofakten 46 Auswirkungen des Klimawandels auf Böden in Niedersachsen (LBEG)

Der Klimawandel ist in Niedersachsen Realität. Dies führt auch zu kontinuierlichen Veränderungen der klimatischen Rahmenbedingungen für die Böden in Niedersachsen. Die Bodeneigenschaften und damit auch die Funktionserfüllung reagieren unterschiedlich schnell auf diese Veränderungen. Da das Klima stark auf die Böden einwirkt, ist davon auszugehen, dass der Klimawandel mittel- bis langfristig sämtliche Funktionen der niedersächsischen Böden und auch die Gefährdungen der Böden beeinflussen wird. Um dies möglichst genau abbilden zu können, ist eine stetige Anpassung der Daten und Methoden zur Bewertung der Böden an den aktuellen Forschungsstand notwendig.

Geofakten 46.1 Potenzieller mittlerer Zusatzwasserbedarf im Klimawandel (LBEG)

Niedersachsen ist eine der bedeutendsten Agrarregionen in Deutschland und trägt maßgeblich zur landwirtschaftlichen Produktion des Landes bei. Die Bewässerung von Ackerland und Kulturen ist in Teilen des Bundeslandes seit Jahrzehnten ein wesentlicher Bestandteil der landwirtschaftlichen Praxis. Mit der Bewässerung der Flächen soll den Auswirkungen von Hitze- und Dürreereignissen vorgebeugt werden, denn diese haben einen großen Einfluss auf die landwirtschaftlichen Erträge, die Qualität des Erntegutes sowie auf das Angebot und folglich auch auf die Preise von landwirtschaftlichen Produkten. Der Geofakt 46.1 fasst die Ergebnisse von Berechnungen des Zusatzwasserbedarfes für die letzten 60 Jahre und die Zukunft bis ins Jahr 2100 für Niedersachsen zusammen.

Geofakten 46.2 Austauschhäufigkeit des Bodenwassers im Klimawandel (LBEG)

Die Austauschhäufigkeit des Bodenwassers ist ein Indikator zur Bewertung der Funktion des Bodens als Regulator im Nährstoffkreislauf. Mit Hilfe dieser bodenwasserhaushaltlichen Kenngröße können Standorte dahingehend verglichen werden, wie wahrscheinlich es ist, dass Stoffe, die nicht (oder ggf. nur schwach) im Boden sorbierbar sind, aus dem effektiven Wurzelraum und ggf. weiter in das Grundwasser verlagert werden können. Der Geofakt 46.2 fasst die Ergebnisse von Berechnungen der Austauschhäufigkeit des Bodenwassers für die letzten 60 Jahre und die Zukunft bis ins Jahr 2100 für Niedersachsen zusammen.

Geofakten 46.3 Bodenerosion durch Wasser im Klimawandel (LBEG)

Bodenerosion durch Wasser ist in Niedersachsen, insbesondere im südlichen Teil des Landes, wo erosionsgefährdete Lössböden auf ein hügeliges Relief treffen, aktuell ein Problem. Aufgrund der beobachteten und weiter projizierten Zunahme der Erosivität der Niederschläge steigt das Risiko für Bodenerosion durch Wasser im Zuge des Klimawandels stark an. Durch Abschätzung mit der ABAG zeigen sich deutliche Veränderung bei er potenziellen Erosionsgefährdung durch Wasser bis zur Mitte und bis zum Ende des 21. Jahrhunderts bei Verwendung von Klimaprojektionsdaten des R-Faktors nach dem Klimamodell COSMO-CLM.

Geofakten 46.4 Bodenwasservorrat im Klimawandel (LBEG)

Der Geofakt 46.4 zeigt Auswertungen der Bodenwasservorräte in der Vegetationsperiode in Niedersachsen sowie ihre zeitliche Entwicklung zwischen 1961 und 2020 unter dem Einfluss des Klimawandels. Aufgrund der standörtlichen und klimatischen Vielfalt Niedersachsens variieren die Bodenwasservorräte zwischen den verschiedenen Bodenregionen und Jahren. Die Auswertungen zu den Bodenwasservorräten für die Zeitreihe 1961 bis 2020 wurden mit dem Bodenwasserhaushaltsmodell BOWAB durchgeführt.

GeoBerichte 51 – Die Grundwasserneubildung in Niedersachsen für zwei Zukunfts-Szenarien, berechnet bis 2100 (Methodik: mGROWA22, AR5-NI Version 2.1) (LBEG)

Dieser GeoBericht stellt die mGROWA-Daten für den Projektionszeitraum bis 2100 vor und diskutiert Nutzungshinweise. Gezeigt werden die Ergebnisse für ein optimistisches und ein pessimistisches Treibhausgas-Szenario. Die Bandbreite dieser Ergebnisse wird diskutiert, und es werden zeitliche sowie räumliche Unterschiede für Niedersachsen aufgezeigt. Außerdem wird ausgewertet, ob der potenziell steigende Wasserbedarf Nutzungskonkurrenzen auslösen kann und Niedersachsen sich zu einem wasserdefizit-Land entwickeln könnte.